• Myrelbeere.jpgName: Myrelbeere


    Art: Beerenbusch

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Felshänge und Klippen


    Erscheinungsbild:

    Breitblättriger Beerenbusch mit runden, orangefarbenen Früchten







    Lebensart:


    Myrelbeeren wachsen bevorzugt an kargen Felshängen und exponierten Klippen. Ihre Wurzeln verankern sich tief in kleinsten Gesteinsritzen und erschließen dort die benötigten Nährstoffe. Der gedrungene Wuchs der Pflanze erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber starken Winden. Breite, dicht stehende Blätter schützen den Wurzelbereich zusätzlich vor dem Ausspülen durch Niederschläge.


    Die Blüten sind blattlos und zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch mechanische Bewegung, insbesondere durch das Rütteln der Pflanze im Wind, wodurch eine Selbstbefruchtung ausgelöst wird.


    Die entstehenden Früchte sind intensiv orange gefärbt und erreichen einen Durchmesser von bis zu etwa vier Zentimetern. Das Fruchtfleisch ist saftig und weist ein stark aromatisches Geschmacksprofil auf, das an sehr süße Zitrusfrüchte erinnert. Die Beeren werden überwiegend von flugfähigen Tieren verzehrt, welche die unverdauten Samen später mit ihrem Kot auf Felsflächen ausscheiden und so zur Verbreitung der Art beitragen.



    Nutzung:


    Myrelbeeren werden häufig als Zutat in Süß- und Backwaren verwendet, finden jedoch auch roh oder als Bestandteil von Obstsalaten Verwendung. Aufgrund ihrer besonderen chemischen Zusammensetzung sind sie selbst für ansonsten strikt karnivore Lebewesen gut verträglich und werden gelegentlich auch von fleischfressenden Tierarten aufgenommen.


    Die Früchte sind zudem sehr saftreich und eignen sich gut zur Gewinnung von Fruchtsäften. Aus dem Saft lassen sich Liköre herstellen sowie Obstbrände destillieren. Aufgrund der schwer zugänglichen Standorte der Pflanze gelten diese Erzeugnisse als Delikatessen und erzielen entsprechend hohe Marktpreise.

  • Kanapa-Baum.jpgName: Kanapa


    Art: Laubbaum

    Kategorie: Heilpflanze

    Vorkommen: Dunkle, feuchte Höhlen


    Erscheinungsbild:

    Kleinwüchsige, knorrige Bäume mit fluoreszierenden Blättern







    Lebensart:


    Kanapa-Bäume kommen in den weitverzweigten Höhlensystemen Anantapars vor, wo sie feuchte Grotten und Tropfsteinhöhlen besiedeln. Die Art wächst ausschließlich solitär und erreicht eine geringe Wuchshöhe von maximal etwa 120 cm. Die Stämme sind knorrig und eng verwunden. Ihre raue Rinde dient der Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft, da die Pflanze keine klassischen Nährwurzeln ausbildet. Stattdessen verfügt sie über reine Greifwurzeln, mit denen sie sich am felsigen Untergrund verankert.


    Das auffälligste Merkmal des Kanapa sind seine Blätter. Diese enthalten chemische Verbindungen, die auf Infrarotstrahlung reagieren und bei entsprechender Einwirkung ein bläuliches Leuchten zeigen. Die Intensität der Fluoreszenz nimmt mit der Nähe zur Wärmequelle zu. Bereits die natürliche Wärmestrahlung warmblütiger Tiere oder humanoider Lebewesen reicht aus, um diesen Effekt auszulösen. Dadurch ist der Kanapa zwar grundsätzlich schwer zu lokalisieren, macht jedoch auf sich aufmerksam, sobald sich Lebewesen in unmittelbarer Nähe befinden.


    Diese Eigenschaft wird zur Fortpflanzung genutzt: Tiere werden durch das Leuchten angelockt, fressen die Blätter und kommen dabei mit den feinen, weißlichen Blüten in Kontakt. Die dabei aufgenommenen Pollen werden später auf andere Kanapa-Bäume übertragen und ermöglichen so die Bestäubung.


    Die Blätter sind ungiftig, jedoch geschmacklos und nährstoffarm, weshalb sie für humanoide Ernährung ungeeignet sind. Nach dem Pflücken verlieren sie innerhalb kurzer Zeit ihre fluoreszierenden Eigenschaften und beginnen zu welken.



    Wirkung & Nutzen:


    Die Blätter des Kanapa besitzen heilende Eigenschaften, sofern sie frisch verarbeitet werden. Als Aufguss zubereitet, wirken sie lindernd bei Symptomen mentaler Überanstrengung und entfalten eine entspannende sowie beruhigende Wirkung. In der lokalen Bevölkerung gilt Kanapa daher als natürliches Mittel gegen Schlaflosigkeit und innere Unruhe.


    Der daraus hergestellte Tee ist länger haltbar als die frischen Blätter selbst und kann über mehrere Stunden aufbewahrt werden. Die Wirksamkeit nimmt dabei schrittweise ab.

  • Mitaporo.jpgName: Mitaporo


    Art: Obstbaum

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Lichte Wälder


    Erscheinungsbild:

    Schlanke Bäume mit gezackten Blättern und charakteristischen Früchten







    Lebensart:


    Mitaporobäume kommen überwiegend auf kleinen Lichtungen sowie in lichteren Waldgebieten Anantapars vor. Aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Wuchshöhe von maximal etwa vier Metern sind sie auf eine hohe Lichtverfügbarkeit angewiesen. Der Stamm ist von einer glatten, lederartigen Rinde bedeckt und bildet nur wenige Seitenäste aus, die sich zu einer nach oben hin schmaler werdenden Baumkrone entwickeln. Die Blätter sind leicht gezackt und ähneln in Form und Struktur denen der Guarsava.


    Der Mitaporo bildet ganzjährig Fruchttriebe, an denen jeweils eine einzelne, weiße Blüte entsteht. Diese wird durch Insekten bestäubt und entwickelt sich anschließend zur charakteristischen Mitaporofrucht. Die Früchte wachsen stets in aufrechter Ausrichtung.


    Die Fruchtschale ist dick, ledrig und saftig. Sie ist für den Verzehr durch humanoide Lebewesen geeignet und enthält eine Vielzahl essenzieller Vitamine. Geschmacklich ist die Schale fruchtig-süß mit einer leicht herben Note im Abgang. Das Fruchtfleisch hingegen ist hart, weitgehend geschmacklos und enthält mehrere hundert sehr harte Samen. Diese werden nach dem Verzehr der Frucht über den Kot von Tieren ausgeschieden und dienen so der Verbreitung der Art.



    Nutzung:


    Die Schale der Mitaporofrüchte ist nährstoffreich und lässt sich durch Trocknung über längere Zeit haltbar machen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie sowohl als Proviant als auch als Snack geschätzt. Obwohl die Schale nur einen geringen Saftanteil aufweist, kann aus dem getrockneten Material ein angenehm herber Früchtetee zubereitet werden, der sich durch eine intensiv rote Färbung auszeichnet.


    Zerkleinert und aufgekocht wird die Schale des Mitaporo von der lokalen Bevölkerung zudem als Färbemittel für Textilien verwendet.

  • Klettfichte.jpgName: Klettfichte


    Art: Nadelbaum

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Hohe Berglagen


    Erscheinungsbild:

    Kleine, buschige Nadelbäume mit auffälligen Zapfen







    Lebensart:


    Klettfichten besiedeln die hochgelegenen, schneereichen Bergregionen Anantapars, wo sie dichte Bestände bilden. Die Art ist gut an die kalten Umweltbedingungen angepasst und produziert ein glykolhaltiges Harz, das einen wirksamen Schutz vor Frost bietet. Die Bäume erreichen Wuchshöhen von bis zu etwa fünf Metern und entwickeln ein dichtes, buschiges Nadelkleid, das zahlreichen Tierarten Schutz vor der rauen Witterung bietet.


    Ein charakteristisches Merkmal der Klettfichten sind ihre runden, stacheligen Zapfen, denen die Art ihren Namen verdankt. Die Stacheln bleiben im Fell größerer Tiere hängen und tragen so zur Verbreitung der Art bei. Die Zapfen enthalten dicke, fleischige Samen mit hohem Nährstoffgehalt. Die stachelige Oberfläche dient zugleich dem Schutz dieser Samen vor Fressfeinden.



    Nutzung:


    Die Samen der Klettfichte stellen in den unwirtlichen Hochgebirgsregionen eine wichtige Nahrungsquelle dar. Zur Gewinnung werden die Zapfen erhitzt, bis sie aufplatzen und die Kerne durch Schütteln freigesetzt werden können. Die Samen sind sehr lange haltbar und werden geröstet häufig als Snack oder als Zutat zu anderen Speisen verwendet.


    Das Harz der Klettfichteist extrem klebrig und eignet sich als natürliches Adhäsivum.


    Das Holz der Klettfichte ist robust und wird zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen genutzt. In der Praxis findet es jedoch überwiegend als Brennholz Verwendung, da das getrocknete Holz eine lange Brenndauer aufweist. Frisches Klettfichtenholz wird zudem beim Räuchern eingesetzt, wo es dem Räuchergut eine herbe, harzige Geschmacksnote verleiht.

  • Egelmoos.jpgName: Egelmoos


    Art: Parasitäres Moos

    Kategorie: Schädling

    Vorkommen: ganz Anantapar


    Erscheinungsbild:

    Schwarzgrünes Moos, das auf dem Fell von Tieren wächst



    Lebensart:


    Egelmoos ist ein parasitär lebendes Moos, das sich im Fell verschiedener Tierarten ansiedelt. Es dringt mit feinen Wurzelstrukturen in die Haut des Wirts ein und entzieht dessen Blutkreislauf Nährstoffe. Die Verbreitung erfolgt über kleine, borstige Samen, die in das Fell gelangen. Durch die natürlichen Bewegungen des Wirts wandern diese Samen entlang ihrer Borsten allmählich bis zur Hautoberfläche. Dort keimen sie und bilden mikroskopisch feine Wurzeln aus, die in die Haut eindringen. Das Moos breitet sich anschließend flechtenartig unter dem Fell aus und bleibt dabei zunächst verborgen.

    Ein Befall ist daher in frühen Stadien nur schwer zu erkennen. Erst wenn das Egelmoos ausreichend Nährstoffe aufgenommen hat, um selbst Samen auszubilden, wird es als fleckiger, schwarzer Bewuchs im Fell sichtbar, der an Schimmel oder Flechten erinnert. Zur Verbreitung seiner Samen sondert das Moos über seine Wurzeln ein lähmendes Toxin ab, das starken Juckreiz verursacht. Da die betroffenen Tiere sich nicht ausreichend selbst kratzen können, beginnen sie, sich an Oberflächen oder Artgenossen zu reiben. Dadurch brechen die Samenkapseln auf und die Samen werden in der Umgebung verteilt.

    Egelmoos befällt bevorzugt sozial lebende Tierarten, da diese in Gruppen eng zusammenleben und durch gegenseitige Fellpflege die Ausbreitung der Samen zusätzlich begünstigen.



    Giftigkeit und Auswirkungen:


    Ein Befall von Menschen oder anderen humanoiden Wesen mit Haaren oder haarähnlichen Strukturen ist möglich und dokumentiert. In diesen Fällen lässt sich Egelmoos jedoch mit einfachen Mitteln entfernen. Ein ausgiebiges Bad in Salzwasser genügt, um die Pflanze innerhalb von etwa 30 Minuten zuverlässig abzutöten.

    Wildlebende Tiere können das Moos über Jahre hinweg tragen und weiterverbreiten, bis sie schließlich vollständig überwuchert sind und infolge der toxischen Wirkung sowie der fortschreitenden Auszehrung durch die Wurzelstrukturen verenden.

  • Minophea.jpgName: Minophea


    Art: Wasserpflanze

    Kategorie: Seerose

    Vorkommen: Warme Brackwasserzonen


    Erscheinungsbild:

    Dickblättrige Seerosen mit großen Blüten in verschiedenen Pastelltönen



    Lebensart:


    Minophea gedeihen in den warmen Brackwasserzonen Anantapars, wo sie sich mit weit auslaufenden Wurzelgeflechten im Sandigen Boden verankern. Die Blätter können eine Breite von bis zu 40 cm erreichen und verfügen über Luftgefüllte Kammern an der Unterseite, mithilfe derer sie auf der Wasseroberfläche treiben. Die großen Blüten der Minophea verfügen über bis zu zwölf fleischige Kelchblätter, deren pastellähnliche Färbung von Pflanze zu Pflanze variiert. In der Mitte der Blüte befindet sich ein tiefer und breitrandiger Kelch, in dem sich der Bestäubungsapparat und Nektardrüsen befinden, und der einen milden, süßlichen Geruch verströmt.

    Die Blüten der Minophea dienen zahlreichen kleinen Lebewesen als Unterschlupf und Nahrungsquelle, wobei diese zur Bestäubung der Pflanzen beitragen.

    Anders als bei vielen anderen Pflanzen bilden sich die Blüten nach der Bestäubung nicht zurück, um zu Früchten zu werden. Stattdessen werden die befruchteten Fruchtkörper im Inneren der Pflanze nach unten transportiert, wo sie unterhalb der Wasseroberfläche als holzige Knospen aus den Stängeln austreiben und nach erfolgter Reife von der Pflanze abgestoßen werden. Die Samenkapseln sind mit Gas gefüllt und treiben auf der Wasseroberfläche, wobei sie durch die Gezeiten aufs Meer hinausgezogen werden und sich andernorts ansiedeln können.


    Minophea tauchen für gewöhnlich nur vereinzelt oder in kleinen Gruppen auf. Bei günstigen Bedingungen können sie jedoch großflächige Teppiche entlang der Uferzonen Anantapars ausbilden.



    Giftigkeit und Nutzen:


    Alle Teile der Pflanze sind für Humanoide ungiftig, jedoch ungenießbar. Der Nektar der Blüten hat einen süß-salzigen Geschmack, der an Karamell erinnert.

    Das Fleisch der Früchte ist bitter und ungenießbar.

    Minophea locken ihre Bestäuber mit ihrem milden Duft an, der sich aus einer Mischung unterschiedlichster Pheromone zusammensetzt, die für die meisten Humanoiden geruchsfrei sind und keine Auswirkungen auf deren Organismus zeigen. Bei Nautolanern und anderen Spezies, die über Pheromone kommunizieren, sorgt der Duft indes für ein beruhigendes Gefühl der Geborgenheit, das bei einer hohen Konzentration von Blüten zu einem euphorischen Rauschzustand führen kann, im Zuge dessen die Betroffenen mit einem tollen, verspielten Verhalten reagieren, bei dem sie sich an den Blüten reiben und so weiter zu deren Bestäubung beitragen.

  • Heijing-Bambus.jpgName: Heijing


    Art: Süßgras

    Kategorie: Bambusgewächs

    Vorkommen: Dichte tropische Wälder


    Erscheinungsbild:

    Dicht wachsende, schwarze Bambusbäume mit länglichen, rosafarbenen Blütenständen



    Überblick:

    • Schwarze Halme mit einem Durchmesser von 5–6 cm
    • Können eine Höhe von bis zu 15 m erreichen
    • Die Blütenstände besitzen eine leuchtend pinke Farbe, die einen starken Kontrast zu den dunklen Halmen bildet
    • Die Samen der reifen Früchte können ähnlich wie Getreide geerntet und weiterverarbeitet werden


    Lebensart:


    Der Heijing wächst in den tiefen tropischen Wäldern Anantapars, häufig in der Nähe kleiner Bachläufe. Aufgrund seiner starken Ausbreitung verdrängt er viele andere Pflanzenarten und lässt Bäumen kaum Raum zur Ansiedlung. Deshalb bestehen Heijing-Wälder meist fast ausschließlich aus Heijing-Bäumen und niedrigem Bodendeckerbewuchs.


    Die rosafarbenen Blüten des Heijings erscheinen nur einmal im Jahr und verwandeln die Wälder in ein außergewöhnliches Naturschauspiel.


    Giftigkeit und Nutzen:


    Die Blüten sind ungiftig und verströmen einen leichten, süßlichen Duft. Auch die reifen Samen des Heijings sind ungiftig und können weiterverarbeitet werden, besitzen jedoch kaum Eigengeschmack.


    Die reifen Samen können ähnlich wie Getreide oder Reis gekocht und als Beilage serviert werden. Außerdem lässt sich aus ihnen Mehl herstellen.


    Das Holz ist robust und von intensiver, schwarzer Farbe. Es eignet sich als Baustoff für Behausungen und als Werkstoff für zahlreiche Gegenstände, wie zum Beispiel Werkzeugen, Instrumenten oder Kunstgegenständen.


    Heijings eignen sich zudem hervorragend als Zierpflanzen für größere Gärten. Jungpflanzen können auch in Töpfen gehalten und als Zimmerpflanzen kultiviert werden.


    Credit geht an Owken

  • Selani.jpg

    Name: Selani

    Art: Röhrichtpflanze / Küstengras

    Vorkommen: Brackwasserregionen, Flussmündungen, feuchte Küstenufer und flache Überschwemmungsflächen, in denen Süßwasser auf Meerwasser trifft


    Erscheinungsbild: Mehrstämmige Röhrichtpflanze mit langen, biegsamen Halmen und ausgeprägten goldbraunen Blütenkolben. Die dicht behaarten Kolben weisen bei geringer Lichtintensität ein schwach glimmendes Erscheinungsbild auf. Die dunkelgrünen Laubblätter wachsen fächerförmig aus dem Boden und besitzen eine feste, lederartige Struktur mit hoher Reißfestigkeit.



    Überblick:

    • Nutzpflanze
    • Essbar
    • Fluoreszierend
    • Baumaterial
    • Leicht kultivierbar


    Beschreibung:


    Selani ist eine ausdauernde Röhrichtpflanze mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von bis zu 180 cm. Die Art besiedelt bevorzugt ruhige Brackwasserzonen und bildet dort dichte Vegetationsfelder mit weitreichenden Rhizom- und Wurzelsystemen, die zur Stabilisierung feuchter Uferböden beitragen.


    Charakteristisch ist die schwache bernsteinfarbene Fluoreszenz der Pflanze, die insbesondere entlang der Blütenkolben sowie im Bereich der oberflächennahen Wurzeln sichtbar wird. Die Intensität des Leuchtens nimmt nach starken Niederschlägen deutlich zu. In großflächigen Beständen können Selani-Felder während der Nachtstunden ganze Küstenabschnitte in diffuses bernsteinfarbenes Licht tauchen.


    Die Blütenkolben besitzen ein trockenes, stark faseriges Markgewebe mit hoher Entflammbarkeit, wodurch selbst in feuchter Umgebung eine leichte Entzündung möglich ist. Getrocknete Kolbenfasern werden daher häufig als Zunder genutzt und zeichnen sich durch eine langanhaltende Glutbildung aus.


    Die breiten, wasserabweisenden Blattstrukturen verfügen über eine hohe mechanische Belastbarkeit und werden traditionell als Baumaterial für Dächer, Flechtwerke, Matten und Windschutzkonstruktionen verwendet.


    Zwischen den Faserstrukturen der Kolben bilden sich kontinuierlich kleine helle Blüten aus. Diese besitzen ein süßlich-cremiges Aroma mit öligen und nussartigen Geschmacksnoten. Sensorisch erinnern sie an milde tropische Nüsse sowie süße Milchprodukte. Aufgrund ihres intensiven Aromas werden die Blüten sowohl frisch konsumiert als auch getrocknet und pulverisiert als Gewürzstoff verwendet. Besonders unter Wärmeeinwirkung verstärken sich die süßlich-nussigen Geschmacksbestandteile deutlich.


    Der feinkörnige goldene Pollen weist einen würzigen, leicht salzhaltigen Geschmack mit cremigen und nussigen Nuancen auf. Aufgrund seiner natürlichen Mineralität findet er vor allem bei der Würzung von Fisch, Krustentieren und Fladenbroten Verwendung.


    Unterhalb der Wasseroberfläche entwickelt das Selani großvolumige, stärkehaltige Wurzelknollen. Diese werden zur Herstellung eines fein bindenden Mehls verarbeitet, das insbesondere für dichte Fladenbrote sowie süße Teige genutzt wird. Das gewonnene Mehl besitzt einen leicht cremigen Eigengeschmack und eine hohe Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit.


    Beobachtungen deuten darauf hin, dass Tiere mit langfristig hoher Selani-Aufnahme teilweise fluoreszierende Eigenschaften entwickeln, insbesondere im Bereich von Haut, Fell oder Schuppenstrukturen.



    Besonderheiten:


    • Die trockenen Kolbenfasern erzeugen eine langanhaltende Glut und eignen sich hervorragend als Feuerzunder
    • Die Intensität der Fluoreszenz nimmt nach starken Niederschlägen deutlich zu
    • Großflächige Selani-Bestände können nächtliche Küstenlandschaften sichtbar erhellen


    Giftigkeit und Nutzen:


    Selani ist grundsätzlich ungiftig, verdorbene Wurzeln können jedoch Magenbeschwerden hervorrufen.


    Das Selani zählt zu den vielseitigsten Nutzpflanzen der Brackwasserregionen und erfüllt sowohl ernährungsphysiologische als auch bauliche und ökologische Funktionen.

    Die trockenen Kolbenfasern werden aufgrund ihrer hohen Entflammbarkeit als zuverlässiger Feuerzunder genutzt. Die widerstandsfähigen, wasserabweisenden Blätter dienen als Baumaterial für Dächer, Matten, Flechtwerke und Windschutzkonstruktionen.


    Blüten und Pollen finden als aromatische Gewürzstoffe Verwendung, während die stärkehaltigen Wurzelknollen zu Mehl verarbeitet und für die Herstellung verschiedener Backwaren genutzt werden. Dadurch stellt das Selani eine bedeutende Nahrungsquelle in küstennahen Regionen dar.

    Darüber hinaus besitzt die Pflanze durch ihre natürliche Fluoreszenz eine wichtige Funktion als nächtliche Lichtquelle entlang von Küsten- und Sumpfgebieten. Das weitreichende Wurzelsystem stabilisiert zudem feuchte Uferzonen und schützt diese vor Erosion.



    Credit geht an Mokira

  • Yehmai.jpg

    Name: Yehmai („Yehsa“ = gut, „Maijet“ = Mahlzeit)

    Art: Obstbaum

    Vorkommen: Lichte Wälder, Waldränder und warme Flusstäler Anantapars


    Erscheinungsbild: Mittelgroßer Obstbaum mit einer Wuchshöhe von fünf bis sieben Metern. Der Stamm ist schlank, leicht gedreht und besitzt eine glatte, bronzefarbene Rinde. Die locker wachsende Krone lässt viel Licht in die unteren Astbereiche.


    Die länglichen, leicht gewellten Blätter besitzen eine wachsartige Oberfläche mit schimmerndem Glanz. Während der Blütezeit bildet der Baum zahlreiche cremeweiße, sternförmige Blüten mit intensiv süßlichem Duft.


    Die Früchte wachsen in kleinen Gruppen entlang der äußeren Zweige. Sie sind rundlich bis leicht oval, besitzen eine dünne glatte Schale und zeigen je nach Reifegrad Farbverläufe von Goldgelb über Orange bis Tiefrot.



    Überblick:

    • Essbare Fruchtpflanze
      • In geringen Mengen auch für Fleischfresser verträglich
    • Hoher Nährwert
    • Grundlage für Likörherstellung
    • Beliebte Speisefrucht


    Lebensart:


    Yehmai-Bäume bevorzugen warme, lichtreiche Standorte mit nährstoffreichen Böden und wachsen hauptsächlich an Waldrändern, Lichtungen und Flusstälern.


    Die Art blüht mehrmals innerhalb eines Standardjahres. Die Bestäubung erfolgt durch kleine flugfähige Insekten, die vom intensiven Blütenduft angelockt werden.


    Das Fruchtfleisch ist weich, saftreich und besitzt eine cremige Konsistenz. Geschmacklich verbindet die Yehmai-Frucht eine honigartige Süße mit einer frischen, leicht spritzigen Säure, wodurch ein besonders ausgewogenes tropisches Aromaprofil entsteht.



    Nutzung und Bedeutung:


    Die Früchte des Yehmai gelten als nahrhafte und leicht verdauliche Nahrungsquelle. Sie werden häufig roh verzehrt oder für Obstsalate, süße Cremes und fruchtige Desserts verwendet.


    In Streifen geschnitten und getrocknet können die Früchte zu nahrhaftem Proviant verarbeitet werden und erfreuen sich großer Beliebtheit als süßer Snack.


    Besondere Bedeutung besitzt die Frucht außerdem für die Herstellung hochwertiger Liköre. Durch den hohen Saft- und Zuckergehalt entstehen während der Gärung aromatische Liköre mit samtiger Textur, fruchtiger Tiefe und leicht würzigem Nachgeschmack. Je nach Verarbeitung reichen die Varianten von leicht und frisch bis kräftig und konzentriert. Aufgrund ihrer besonderen chemischen Zusammensetzung können die Früchte auch von Fleischfressern in geringen Mengen verzehrt werden.



    Besonderheiten:

    • Mehrfache Blütephasen innerhalb eines Standardjahres
    • Intensiv duftende Blüten mit hoher Anziehungskraft auf Bestäuber
    • Auffallend farbintensive Früchte



    Giftigkeit:


    Unreife Früchte können aufgrund ihres hohen Säuregehalts leichte Verdauungsbeschwerden verursachen.



    Nutzen:

    • Nahrungsquelle
    • Dessert- und Obstfrucht
    • Grundlage für Likörherstellung
    • Handels- und Nutzpflanze
    • Aromalieferant für Süßspeisen und Getränke



    Credit geht an Zonir

  • Untitled-1.jpg


    Name: Katzenpfote

    Art: Strauch

    Vorkommen: Brackwasserregionen und sumpfige Flusstäler Anantapars


    Überblick

    • Katzenpfotenartige Samenkapseln
    • Liefert Fasern für Textilherstellung
    • Genießbare Samen
    • Wächst oft in der Nähe von Selani

    Erscheinungsbild

    Bei der Katzenpfote handelt es sich um einen Strauch, der bis zu drei Meter hoch wächst.

    Die kleinen Blüten sind recht unspektakulär und werden aus fünf blassgrünen Blättern gebildet.


    Den Namen verdankt die Pflanze ihren faustgroßen Samenkapseln, die bei Reife aufbrechen und fünf weiße, watteartige Knäuel aus bis zu 15 Zentimeter langen, feinen Samenhaaren präsentieren, die optisch an die Pfoten einer Duschgelkatze erinnern.


    Zwischen dem Flausch verstecken sich fünf Stacheln, die erst bei überreifen Kapseln langsam sichtbar werden, wenn die Samenhaare sich ausrollen.


    Lebensart

    Die Katzenpfote wächst auf Anantapar an vielen Stellen in sumpfigen Flusstälern und Brackwasserregionen direkt in Ufernähe oder auch emers in flachen Gewässern.


    Sie ist auf ein warmes Klima und viel Wasser angewiesen und während sie gewisse Kälteperioden noch gut übersteht und nur die Blütenphasen aussetzt, setzt ihr Trockenheit direkt zu und lässt sie schnell absterben.


    Die mehrjährigen Katzenpfotensträucher wachsen oft in Gruppen zusammen und werden auch häufig in der Nähe von Selani gesichtet.


    An einem einzelnen Strauch befinden rund ums Jahr Blüten und Samenkapseln in unterschiedlichen Stadien der Reife.


    Nutzung

    Der Hauptnutzen der Pflanze findet sich in den langen Fasern der Samenkapseln, die einfach gesponnen und zu Textilien verarbeitet werden können.


    Die gewebten Fasern sind recht reißfest. Sie gewinnen in nassem Zustand an zusätzlicher Stabilität und verformen sich nicht wie manche anderen natürlichen Fasern, was sie auch für amphibische oder aquatische Spezies zu einer beliebten Basis für Textilien macht.


    Die beste Qualität liefern die Fasern, wenn sie in der katzenpfotenähnlichen Form sind, und erfordern deshalb beim Ernten geschickte Finger, da die verborgenen "Krällchen" sonst gerne zu Verletzungen führen. Zu spät geerntete Fasern werden brüchiger.


    Die Samen der Pflanze sind für viele Spezies bekömmlich oder zumindest ungiftig und schmecken leicht nussig. Ihr Aroma wird beim Rösten kräftiger.