• Myrelbeere.jpgName: Myrelbeere


    Art: Beerenbusch

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Felshänge und Klippen


    Erscheinungsbild:

    Breitblättriger Beerenbusch mit runden, orangefarbenen Früchten







    Lebensart:


    Myrelbeeren wachsen bevorzugt an kargen Felshängen und exponierten Klippen. Ihre Wurzeln verankern sich tief in kleinsten Gesteinsritzen und erschließen dort die benötigten Nährstoffe. Der gedrungene Wuchs der Pflanze erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber starken Winden. Breite, dicht stehende Blätter schützen den Wurzelbereich zusätzlich vor dem Ausspülen durch Niederschläge.


    Die Blüten sind blattlos und zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch mechanische Bewegung, insbesondere durch das Rütteln der Pflanze im Wind, wodurch eine Selbstbefruchtung ausgelöst wird.


    Die entstehenden Früchte sind intensiv orange gefärbt und erreichen einen Durchmesser von bis zu etwa vier Zentimetern. Das Fruchtfleisch ist saftig und weist ein stark aromatisches Geschmacksprofil auf, das an sehr süße Zitrusfrüchte erinnert. Die Beeren werden überwiegend von flugfähigen Tieren verzehrt, welche die unverdauten Samen später mit ihrem Kot auf Felsflächen ausscheiden und so zur Verbreitung der Art beitragen.



    Nutzung:


    Myrelbeeren werden häufig als Zutat in Süß- und Backwaren verwendet, finden jedoch auch roh oder als Bestandteil von Obstsalaten Verwendung. Aufgrund ihrer besonderen chemischen Zusammensetzung sind sie selbst für ansonsten strikt karnivore Lebewesen gut verträglich und werden gelegentlich auch von fleischfressenden Tierarten aufgenommen.


    Die Früchte sind zudem sehr saftreich und eignen sich gut zur Gewinnung von Fruchtsäften. Aus dem Saft lassen sich Liköre herstellen sowie Obstbrände destillieren. Aufgrund der schwer zugänglichen Standorte der Pflanze gelten diese Erzeugnisse als Delikatessen und erzielen entsprechend hohe Marktpreise.

  • Kanapa-Baum.jpgName: Kanapa


    Art: Laubbaum

    Kategorie: Heilpflanze

    Vorkommen: Dunkle, feuchte Höhlen


    Erscheinungsbild:

    Kleinwüchsige, knorrige Bäume mit fluoreszierenden Blättern







    Lebensart:


    Kanapa-Bäume kommen in den weitverzweigten Höhlensystemen Anantapars vor, wo sie feuchte Grotten und Tropfsteinhöhlen besiedeln. Die Art wächst ausschließlich solitär und erreicht eine geringe Wuchshöhe von maximal etwa 120 cm. Die Stämme sind knorrig und eng verwunden. Ihre raue Rinde dient der Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft, da die Pflanze keine klassischen Nährwurzeln ausbildet. Stattdessen verfügt sie über reine Greifwurzeln, mit denen sie sich am felsigen Untergrund verankert.


    Das auffälligste Merkmal des Kanapa sind seine Blätter. Diese enthalten chemische Verbindungen, die auf Infrarotstrahlung reagieren und bei entsprechender Einwirkung ein bläuliches Leuchten zeigen. Die Intensität der Fluoreszenz nimmt mit der Nähe zur Wärmequelle zu. Bereits die natürliche Wärmestrahlung warmblütiger Tiere oder humanoider Lebewesen reicht aus, um diesen Effekt auszulösen. Dadurch ist der Kanapa zwar grundsätzlich schwer zu lokalisieren, macht jedoch auf sich aufmerksam, sobald sich Lebewesen in unmittelbarer Nähe befinden.


    Diese Eigenschaft wird zur Fortpflanzung genutzt: Tiere werden durch das Leuchten angelockt, fressen die Blätter und kommen dabei mit den feinen, weißlichen Blüten in Kontakt. Die dabei aufgenommenen Pollen werden später auf andere Kanapa-Bäume übertragen und ermöglichen so die Bestäubung.


    Die Blätter sind ungiftig, jedoch geschmacklos und nährstoffarm, weshalb sie für humanoide Ernährung ungeeignet sind. Nach dem Pflücken verlieren sie innerhalb kurzer Zeit ihre fluoreszierenden Eigenschaften und beginnen zu welken.



    Wirkung & Nutzen:


    Die Blätter des Kanapa besitzen heilende Eigenschaften, sofern sie frisch verarbeitet werden. Als Aufguss zubereitet, wirken sie lindernd bei Symptomen mentaler Überanstrengung und entfalten eine entspannende sowie beruhigende Wirkung. In der lokalen Bevölkerung gilt Kanapa daher als natürliches Mittel gegen Schlaflosigkeit und innere Unruhe.


    Der daraus hergestellte Tee ist länger haltbar als die frischen Blätter selbst und kann über mehrere Stunden aufbewahrt werden. Die Wirksamkeit nimmt dabei schrittweise ab.

  • Mitaporo.jpgName: Mitaporo


    Art: Obstbaum

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Lichte Wälder


    Erscheinungsbild:

    Schlanke Bäume mit gezackten Blättern und charakteristischen Früchten







    Lebensart:


    Mitaporobäume kommen überwiegend auf kleinen Lichtungen sowie in lichteren Waldgebieten Anantapars vor. Aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Wuchshöhe von maximal etwa vier Metern sind sie auf eine hohe Lichtverfügbarkeit angewiesen. Der Stamm ist von einer glatten, lederartigen Rinde bedeckt und bildet nur wenige Seitenäste aus, die sich zu einer nach oben hin schmaler werdenden Baumkrone entwickeln. Die Blätter sind leicht gezackt und ähneln in Form und Struktur denen der Guarsava.


    Der Mitaporo bildet ganzjährig Fruchttriebe, an denen jeweils eine einzelne, weiße Blüte entsteht. Diese wird durch Insekten bestäubt und entwickelt sich anschließend zur charakteristischen Mitaporofrucht. Die Früchte wachsen stets in aufrechter Ausrichtung.


    Die Fruchtschale ist dick, ledrig und saftig. Sie ist für den Verzehr durch humanoide Lebewesen geeignet und enthält eine Vielzahl essenzieller Vitamine. Geschmacklich ist die Schale fruchtig-süß mit einer leicht herben Note im Abgang. Das Fruchtfleisch hingegen ist hart, weitgehend geschmacklos und enthält mehrere hundert sehr harte Samen. Diese werden nach dem Verzehr der Frucht über den Kot von Tieren ausgeschieden und dienen so der Verbreitung der Art.



    Nutzung:


    Die Schale der Mitaporofrüchte ist nährstoffreich und lässt sich durch Trocknung über längere Zeit haltbar machen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie sowohl als Proviant als auch als Snack geschätzt. Obwohl die Schale nur einen geringen Saftanteil aufweist, kann aus dem getrockneten Material ein angenehm herber Früchtetee zubereitet werden, der sich durch eine intensiv rote Färbung auszeichnet.


    Zerkleinert und aufgekocht wird die Schale des Mitaporo von der lokalen Bevölkerung zudem als Färbemittel für Textilien verwendet.

  • Klettfichte.jpgName: Klettfichte


    Art: Nadelbaum

    Kategorie: Nutzpflanze

    Vorkommen: Hohe Berglagen


    Erscheinungsbild:

    Kleine, buschige Nadelbäume mit auffälligen Zapfen







    Lebensart:


    Klettfichten besiedeln die hochgelegenen, schneereichen Bergregionen Anantapars, wo sie dichte Bestände bilden. Die Art ist gut an die kalten Umweltbedingungen angepasst und produziert ein glykolhaltiges Harz, das einen wirksamen Schutz vor Frost bietet. Die Bäume erreichen Wuchshöhen von bis zu etwa fünf Metern und entwickeln ein dichtes, buschiges Nadelkleid, das zahlreichen Tierarten Schutz vor der rauen Witterung bietet.


    Ein charakteristisches Merkmal der Klettfichten sind ihre runden, stacheligen Zapfen, denen die Art ihren Namen verdankt. Die Stacheln bleiben im Fell größerer Tiere hängen und tragen so zur Verbreitung der Art bei. Die Zapfen enthalten dicke, fleischige Samen mit hohem Nährstoffgehalt. Die stachelige Oberfläche dient zugleich dem Schutz dieser Samen vor Fressfeinden.



    Nutzung:


    Die Samen der Klettfichte stellen in den unwirtlichen Hochgebirgsregionen eine wichtige Nahrungsquelle dar. Zur Gewinnung werden die Zapfen erhitzt, bis sie aufplatzen und die Kerne durch Schütteln freigesetzt werden können. Die Samen sind sehr lange haltbar und werden geröstet häufig als Snack oder als Zutat zu anderen Speisen verwendet.


    Das Harz der Klettfichteist extrem klebrig und eignet sich als natürliches Adhäsivum.


    Das Holz der Klettfichte ist robust und wird zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen genutzt. In der Praxis findet es jedoch überwiegend als Brennholz Verwendung, da das getrocknete Holz eine lange Brenndauer aufweist. Frisches Klettfichtenholz wird zudem beim Räuchern eingesetzt, wo es dem Räuchergut eine herbe, harzige Geschmacksnote verleiht.

  • Egelmoos.jpgName: Egelmoos


    Art: Parasitäres Moos

    Kategorie: Schädling

    Vorkommen: ganz Anantapar


    Erscheinungsbild:

    Schwarzgrünes Moos, das auf dem Fell von Tieren wächst



    Lebensart:


    Egelmoos ist ein parasitär lebendes Moos, das sich im Fell verschiedener Tierarten ansiedelt. Es dringt mit feinen Wurzelstrukturen in die Haut des Wirts ein und entzieht dessen Blutkreislauf Nährstoffe. Die Verbreitung erfolgt über kleine, borstige Samen, die in das Fell gelangen. Durch die natürlichen Bewegungen des Wirts wandern diese Samen entlang ihrer Borsten allmählich bis zur Hautoberfläche. Dort keimen sie und bilden mikroskopisch feine Wurzeln aus, die in die Haut eindringen. Das Moos breitet sich anschließend flechtenartig unter dem Fell aus und bleibt dabei zunächst verborgen.

    Ein Befall ist daher in frühen Stadien nur schwer zu erkennen. Erst wenn das Egelmoos ausreichend Nährstoffe aufgenommen hat, um selbst Samen auszubilden, wird es als fleckiger, schwarzer Bewuchs im Fell sichtbar, der an Schimmel oder Flechten erinnert. Zur Verbreitung seiner Samen sondert das Moos über seine Wurzeln ein lähmendes Toxin ab, das starken Juckreiz verursacht. Da die betroffenen Tiere sich nicht ausreichend selbst kratzen können, beginnen sie, sich an Oberflächen oder Artgenossen zu reiben. Dadurch brechen die Samenkapseln auf und die Samen werden in der Umgebung verteilt.

    Egelmoos befällt bevorzugt sozial lebende Tierarten, da diese in Gruppen eng zusammenleben und durch gegenseitige Fellpflege die Ausbreitung der Samen zusätzlich begünstigen.



    Giftigkeit und Auswirkungen:


    Ein Befall von Menschen oder anderen humanoiden Wesen mit Haaren oder haarähnlichen Strukturen ist möglich und dokumentiert. In diesen Fällen lässt sich Egelmoos jedoch mit einfachen Mitteln entfernen. Ein ausgiebiges Bad in Salzwasser genügt, um die Pflanze innerhalb von etwa 30 Minuten zuverlässig abzutöten.

    Wildlebende Tiere können das Moos über Jahre hinweg tragen und weiterverbreiten, bis sie schließlich vollständig überwuchert sind und infolge der toxischen Wirkung sowie der fortschreitenden Auszehrung durch die Wurzelstrukturen verenden.